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Macchia Grande und Nettuno

Monika zieht es wieder ans Meer - doch dies ist schwieriger als gedacht. Campingplätze sind alle geschlossen, ebenso die Stellplätze in Meeresnähe. Selbst jene, die laut Portalen ganzjährig geöffnet haben, sind am Ende dann doch geschlossen.

Letztendlich finden wir nach einer ungewohnt langen Fahrt und vielen verschlossenen Toren einen Platz in Macchia Grande mit Ver- und Entsorgung. Der Regen der letzten Tage hat hier jedoch seine Spuren hinterlassen und so bluppert und gluckert es bei jedem Schritt unter unseren Füssen. Entsprechend schmutzig und nass kommen auch Jason und Shadow vom Spaziergang auf dem grossen Gelände zurück. Aber das Womo steht gottseidank fest auf Betonplatten, so dass wir problemlos wegfahren können.  

 

ABENTEUERLICHER SPAZIERGANG IN NETTUNO 

Da es in Macchia Grande keine Spazierwege hat, suchen wir auf der Karte einen Parkplatz am Meer, auf dem wir hoffentlich unseren Vogel abstellen können. Und wir haben Glück, es sind tatsächlich nur wenige andere Autos da. Im Sommer hätten wir keine Chance. 

Wir entdecken einen spannenden Strandabschnitt, der uns vor die eine und andere Herausforderung stellt. Aber wir lassen uns nicht abschrecken und geniessen die wunderschönen Farben und die Einsamkeit. Erst bei einem grossen Steinhaufen müssen wir passen. Denn da ist Jason mit seinen 14 Jahren dann doch zu unsicher auf den Hinterbeinen und uns das Risiko zu gross, dass er sich verletzen könnte.

Da daneben Militärgelände ist, ist alles eingezäunt und wir müssen den gleichen Weg über die Hängeleitern nehmen. Wir vermuten, dass die im Sand eingesunkenen Überreste aus der Zeit des zweiten Weltkrieges stammen können, denn damals verlief hier auch die deutsche Front und 1944 landeten die Alliierten.

Und es zeigt sich, dass Strickleitern aufwärts eindeutig leichter zu bewältigen sind als abwärts und wir sind etwas neidisch, mit welcher Leichtigkeit selbst Jason das Hindernis nimmt.

Nur einmal hat sich Shadow etwas zu viel zugetraut und merkt, dass Runterkommen nicht immer gleich einfach ist wie der Weg hoch. Aber er erkennt auch bald, dass er keine andere Möglichkeit hat, als an der gleichen Stelle wieder runterzugehen. Schlau wie er ist, passt er den Moment ab wo die Wellen zurückgehen und mit etwas stimmlicher Unterstützung hat er auch wieder Sand unter den Füssen.  


 

Nach dem herrlichen Tag fahren wir zu unserem Übernachtungsplatz im Landesinnern, wo es auch tatsächlich Ver- und Entsorgung hat. Aber leider auch ganz viele Autos, die alle Plätze besetzt haben. So lassen wir nur unser Grauwasser da und suchen im Internet nach einer anderen Übernachtungsmöglichkeit, die wir dann ca. eine Viertelstunde später auf dem Friedhofsparkplatz in Lanuvio finden. Und verbringen dort sicherlich eine ruhigere und ungestörtere Nacht als auf dem ursprünglichen Platz.

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Monika & Dieter Oberli